Veranstaltungskalender des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr

 

Februar

 

Montag, 15. Februar, 19 Uhr:

Buchvorstellung: Verdun 1916 - Eine Schlacht verändert die Welt

In Kooperation mit dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V.

Laudatio: Dr. Stefan Martens, stellv. Direktor Deutsches Historisches Institut Paris.

  • Ort: MHM Dresden
  • Eintritt frei

 

Foto: Granateinschlag Kämpfe um Verdun (© Scherl/Süddeutsche)

Die Schlacht von Verdun im Jahre 1916 dient wie kaum ein anderes Einzelereignis als „Blaupause“ für die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg. Mythenumrankt, in Film, Literatur und Kunst aufgearbeitet, formierte sich die kollektive Erinnerung jedoch oftmals entgegengesetzt zu der Realität auf den Schlachtfeldern. Politische und gesellschaftliche Interpretationen schufen Bilder, welche erst nach Jahrzehnten in Frage gestellt wurden oder, wider besseren Wissens, als unangreifbares nationales Kulturgut überdauerten.

100 Jahre nach der Schlacht stellt sich erneut die Frage nach ihrem historischen Erbe. Der vorliegende Band zeichnet durch Beiträge zu Topografie, militärischer Strategie und zeitgenössischen Erfahrungsberichten ein genaues Bild der Schlacht als Grundlage. Dies gibt dem Leser die Möglichkeit, weitere Beiträge zu Erinnerungskultur, künstlerischer Darstellung und Geschichtsüberlieferung einzuordnen und nachzuvollziehen.


Donnerstag, 18. Februar, 19 Uhr:

Forum Museum: Macht, Gewalt und Heroismus in "Game of Thrones"

In Kooperation mit der TU Dresden.

Zu Gast: Prof. Dr. Lars Koch, TU Dresden

Für diese Veranstaltung sind keine Eintrittskarten mehr verfügbar!

  • Ort: MHM Dresden
  • Eintritt frei

 

Foto: Der Nachtkönig, Game of Thrones/Staffel 5 (© picture alliance / AP Photo)

Die Romanadaption „Game of Thrones“ des Kabelsenders HBO gehört zu den aufwendigsten, aber auch erfolgreichsten TV-Serien der Gegenwart. Sie wird von der Kritik gefeiert und in der Wissenschaft als populäres Phantasma des Mittelalters untersucht. Immer wieder werden Bezüge zu den historischen Rosenkriegen des 15. Jahrhunderts hervorgehoben, zudem rühmt man den Realismus der Serie im Gegensatz zur übrigen audiovisuellen Fantasy.

Anders als in dieser Perspektive wird der Medienwissenschaftler Prof. Dr. Lars Koch „Game of Thrones“ als gesellschaftliche Selbstbeschreibung unserer westlichen Gegenwart lesen. Die Serie, so der Ausgangspunkt seiner Überlegung, fungiert als eine Parallelwelt, in der hochaktuelle Fragen nach Rollenmustern und Geschlechterverhältnissen, nach Macht, Gewalt und banalen Logiken des Politischen symbolisch durchgespielt und emotional aufgeladen werden. „Game of Thrones“ erzählt damit nur sehr beschränkt von einer weit zurückliegenden Vergangenheit, verrät aber viel über das politische und soziale Unbewusste der Gegenwart.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Tagung "Brüchige Helden - Brüchiges Erzählen" an der TU Dresden.

 


Montag, 22. Februar, 19 Uhr:

Forum Museum: Whistleblowing und Demokratie. Daniel Ellsberg (USA) im Gespräch mit Bundesminister a.D. Gerhart Baum

  • Ort: MHM Dresden
  • Eintritt frei

 

Foto: Daniel Ellsberg (© picture alliance / dpa)

Am 21. Februar 2016 erhält er in der Dresdner Semperoper den diesjährigen Friedenspreis, am Abend darauf ist er am MHM zu Gast: Daniel Ellsberg, 84, gilt als der "Urvater der Whistleblower". Als US-Regierungsbeamter löste er 1971 eine nationale Krise aus, als er die "Pentagon Papers" an die "New York Times" und andere Zeitungen übergab. Die Geheimdokumente des Pentagons enthüllten: Die US-Regierung wusste, dass der Vietnamkrieg nicht zu gewinnen war. Klagen der Regierung wegen Landesverrat und Verschwörung gegen den aus ihrer Sicht "gefährlichsten Mann Amerikas" (so Henry Kissinger) wurden von US-Gerichten abgewiesen. Bis heute setzt sich Ellsberg für die Rechte von >Hinweisgebern< ein. 2013 kritisierte er die US-Regierung scharf für ihren Umgang mit Edward Snowden, der westliche Demokratien vor einer "United Stasi of America" bewahrt habe.

Wie sollten moderne Demokratien mit sogenannten Whistleblowern umgehen? Wie lässt sich definieren, welches Geheimnis verraten werden darf und welches nicht? Braucht es gar ein Whistleblower-Schutzgesetz? Diese und andere Fragen diskutiert im Gespräch mit Daniel Ellsberg der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum. Er gilt als einer der prominentesten deutschen Verteidiger der Bürgerrechte.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Friends of Dresden Deutschland e.V.


März

 

Donnerstag, 17. März, 18 Uhr:

Eröffnung Sonderausstellung: ACHTUNG SPIONE! Geheimdienste in Deutschland von 1945 bis 1956

  • Ort: MHM Dresden
  • Eintritt frei

Dienstag, 22. März, 19 Uhr:

Forum Museum: Podiumsdiskussion zur Ausstellung "ACHTUNG SPIONE! Geheimdienste in Deutschland von 1945 bis 1956".

Teilnehmer: Geheimdienstfachmann Erich Schmidt-Eenboom, Dr. Bodo Hechelhammer (Leitender Historiker des BND), Dr. Magnus Pahl (Kurator der Sonderausstellung am MHM) und Prof. Dr. Rolf-Dieter Müller (Unabhängige Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des BND).

Moderation: Moderation: Stefan Nölke, Redaktionsleiter Radio/MDR FIGARO

  • Ort: MHM Dresden
  • Eintritt frei

Hervorgegangen aus der unter amerikanischer Kontrolle stehenden sogenannten "Organisation Gehlen", deren Personal überwiegend aus der ehemaligen Deutschen Wehrmacht stammt, wurde vor 60 Jahren der Bundesnachrichtendienst gegründet. Wer gegenwärtige Diskussionen um deutsch-amerikanische Geheimdienst-Allianzen und -Skandale besser verstehen möchte, muss zurückgehen in die Gründungsphase des BND zur Zeit des beginnenden Kalten Krieges. In einer Podiumsdiskussion anlässlich der Sonderausstellung "Achtung Spione! Geheimdienste in Deutschland von 1945 bis 1956" im Militärhistorischen Museum Dresden werden aktuelle Forschungsergebnisse zu Entstehungsgeschichte, Operationen und Methoden des Bundesnachrichtendienstes und seiner Vorläuferorganisation vorgestellt und diskutiert.

MDR-Figaro wird die Diskussion an diesem Abend aufzeichnen und später eine gekürzte Fassung senden.


April

 

Montag, 4. April, 19 Uhr:

Buchvorstellung zur Sonderausstellung "Achtung Spione!"

Und die Menschen verändern sich - Briefe an Markus Wolf 1934 - 2006.

Zu Gast: Dr. Jens Ebert, Germanist und Historiker, im Gespräch mit Paul Werner Wagner, Vorsitzender der Friedrich-Wolf-Gesellschaft.

  • Ort: MHM Dresden
  • Eintritt frei

Montag, 11. April, 19 Uhr:

Forum Museum zur Sonderausstellung "Achtung Spione!"

Nicht nur Gänseblümchen und Honigfallen. Frauen in deutschen Geheimdiensten in den ersten Jahren des Kalten Krieges.

Zu Gast: Dr. Susanne Meinl, Historikerin.

  • Ort: MHM Dresden
  • Eintritt frei

Freitag, 15. April - Sonntag, 17. April, jeweils 10 - 18 Uhr:

Internationale Tagung zur Sonderausstellung "Achtung Spione!"

22nd Conference of the International Intelligence History Association (IIHA) on „Military Intelligence“. Programm unter: www.intelligence-history.org


Mai

 

Montag, 30. Mai, 19 Uhr:

Forum Museum zur Sonderausstellung "Achtung Spione!"

Der größte Verratsfall in der Geschichte des BND: Heinz Felfe (1918-2008), ehemaliger BND-Mitarbeiter und KGB-Spion aus Dresden.

Zu Gast: Dr. Bodo Hechelhammer, Leiter der Forschungs- und Arbeitsgruppe Geschichte des BND.

  • Ort: MHM Dresden
  • Eintritt frei