Veranstaltungskalender des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr

 

Juni

 

Montag, 1. Juni, um 19 Uhr:

Helmut Lethen: "Was für ein Ding ist der Fotoapparat, oder: Schaffen Bilder Wirklichkeit?"

Forum Museum in Kooperation mit der TU Dresden

 

  • Eintritt: frei
  • Ort: MHM Dresden, Auditorium

Das Foto eines Menschen kann uns berühren « wie das Licht eines Sterns » (Roland Barthes); die Bilder flüchtender Kinder führen die Schrecken des Krieges geradezu schmerzhaft vor Augen. Wie kommt es, dass Fotos eine so ungeheure Wirkung auf uns haben? Wie viel Wirklichkeit steckt in oder hinter den Bildern? Helmut Lethen geht diesen Fragen auf einem Streifzug durch die Kunst- und Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts nach. Lethen erläutert, was Bilder sind und was sie vermögen, ohne dabei die Wirklichkeit hinter ihnen preiszugeben. Ein eindringliches Plädoyer und eine Schule des Sehens in einer unübersichtlichen Zeit.

Helmut Lethen, geboren 1939, leitet seit 2007 das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien. Sein Buch «Verhaltenslehren der Kälte» (1994) über die Intellektuellen in der Zwischenkriegszeit gilt als Standardwerk. Für «Der Schatten des Fotografen» erhielt Helmut Lethen den Preis der Leipziger Buchmesse 2014.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Ausstellungsprojektes „BILDTAKTIK - Abbilden, Gestalten und Darstellen in Kunst und Wissenschaft“ der Universitätssammlung Kunst und Technik der TU Dresden.


Montag, 15. Juni, um 19:30 Uhr:

Europa und der Zusammenbruch von Gewissheiten – Eine kritische Perspektive aus dem Osten

Forum Museum in Kooperation mit der TU Dresden

Zu Gast: Pankaj Mishra, Indien

 

  • Eintritt: frei
  • Ort: MHM Dresden, Erdgeschoss

Die Dauerausstellung schließt um 18:30 Uhr.

 

Wurde der „Westen“ auch über lange Zeit als treibende Kraft einer internationalen Modernisierung gesehen – heute ist diese Rolle fragwürdig geworden. Mit „Aus den Ruinen des Empires“ hat Pankaj Mishra der europäischen Sicht auf die Entwicklung der Moderne eine starke asiatische Perspektive entgegengestellt. Was kann Europa heute daraus lernen?

Pankaj Mishra, geboren 1969 in Nordindien, gehört zu den großen Intellektuellen des modernen Asien. Er schreibt über den indischen Subkontinent, über Afghanistan und China, u.a. für den »New Yorker«, den »Guardian«, in »Lettre International« und »Cicero. Für „Aus den Ruinen des Empires. Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens“ wurde er 2014 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung im Rahmen der TU-Ringvorlesung „Politik und Kultur in Zeiten der Ungewissheit“. Ein gemeinsames Projekt der TU Dresden, des MHM, des Deutschen Hygiene-Museums Dresden, der Sächsischen Landesbibliothek (SLUB) und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Weitere Termine: www.ringvorlesungdresden.wordpress.com In englischer Sprache mit Simultanübersetzung.


Donnerstag, 25. Juni, um 19 Uhr:

Eröffnung der Sonderausstellung "Die Flotte schläft im Hafen ein". Kriegsalltag 14/18 in Matrosentagebüchern.

In Kooperation mit dem Deutschen Marinemuseum Wilhelmshaven

 

  • Eintritt: frei
  • Ort: MHM Dresden, Erdgeschoss

Der Matrose Richard Stumpf und der Obermatrose Carl Richard Linke dienten auf der „Helgoland“, einem Schiff der Kaiserlichen Marine im Ersten Weltkrieg. Anhand ihrer Tagebücher nehmen die beiden Matrosen unsere Besucherinnen und Besucher mit an Bord ihres Schiffes und berichten, wie Sie den Krieg erleben, wie sie ihn erleiden und wie sich ihre Einstellungen im Verlauf der Ereignisse grundlegend ändern.

Eingebettet in den historischen Rahmen der weltgeschichtlichen Ereignisse vermitteln ihre Tagebuchaufzeichnungen und zahlreiche Originalobjekte den Alltag der Matrosen auf der Back eines Schiffes und den der Offiziere in der Messe. Durch den subjektiven Blick zweier einfacher Soldaten werden Kriegsbegeisterung und Ernüchterung, Kampferlebnis und schließlich Meuterei und Revolution in ein überraschend neues Licht gestellt.

Es spricht Dr. Nicolas Wolz zum Alltag in der deutschen und britischen Flotte des Ersten Weltkrieges. Musikalisch untermalt wird die Eröffnung mit zeitgenössischen Liedern einfacher Matrosen.


Montag, 29. Juni, um 19 Uhr:

Film zur Sonderausstellung „Kriegsalltag 14/18 in Matrosentagebüchern“

Das Lied der Matrosen (DDR 1958)

Regie: Günter Reisch, Kurt Maetzig, Drehbuch: Paul Wiens, mit Günther Simon, Raimund Schelcher, Ulrich Thein, Horst Kube, Hilmar Thate u.a.

  • Eintritt: frei
  • Ort: MHM Dresden, Auditorium

Herbst 1917. Die russische Revolution erschüttert die Grundfesten der alten Welt. An der Verbrüderung deutscher und russischer Soldaten sind auch der Maschinist Henne Lobke (Ulrich Thein) und der Heizer Jens Kasten (Horst Kube) beteiligt. Sie entwaffnen ihre Offiziere, um die Versenkung eines russischen Frachters zu verhindern. Nach Deutschland zurückgekehrt, geht ihr Kampf weiter. Die Kieler Hafenarbeiter und Matrosen rufen zum Massenstreik auf, fordern die Absetzung des Kaisers, das Ende des Krieges. Doch die Admiralität beschließt eine Aktion, mit der die gesamte deutsche Flotte in einer Schlacht gegen England der Vernichtung ausgesetzt wird. So will man die Revolution im Keim ersticken. Die Matrosen wehren sich...

Während die Darstellung der Lebensumstände an Bord eindrucksvoll gelingt, stilisiert der Film entgegen historischer Fakten den Matrosenaufstand zur kleinen Oktoberrevolution und Gründungsakt der DDR, die Rolle des Spartakusbundes wird deutlich überbetont. Der pathetische Film entstand als Auftragsproduktion der Regierung zum 50. Jahrestag der deutschen Novemberrevolution. Er ist bis heute der einzige Kinofilm zu den Matrosenaufständen geblieben.


Juli

 

Samstag, 11. Juli, ab 18 Uhr:

Dresdner Museumssommernacht

Großtechnik aus 60 Jahren Bundeswehr im Hauptdepot des Militärhistorischen Museums

 

  • Ort: MHM Dresden, Großgerätedepot, Königsbrücker Str/ Fabricestraße

Erstmals seit 5 Jahren öffnet das Militärhistorische Museum der Bundeswehr sein Hauptdepot für Militärtechnik. Exklusiv zur Dresdner Museumsnacht 2015 werden den Besuchern über 200 Fahrzeuge und Geschütze präsentiert.  Zugang über Königsbrücker Straße / Ecke Fabricestraße.

Zutritt nur mit Eintrittskarten zur Dresdner Museumsnacht 2015 (13 EUR, ermäß. 9 EUR, Familien 28 EUR, Vorverkaufsbeginn: 15. Juni). Eintrittskarten zur Museumsnacht berechtigen zum Eintritt in alle teilnehmenden Häuser von 18 –1 Uhr, zur Benutzung der Museums-Sommernachts-Sonderlinien und Fahrten mit allen Nahverkehrsmitteln im VVO-Verbundraum von 14 – 6 Uhr (außer Sonderverkehrsmittel) am 11./12. Juli.


September

 

Montag, 14. September, 19 Uhr:

Forum Museum: Der U-Boot-Mythos im Ersten Weltkrieg - Der deutsche Handelskrieg mit U-Booten und seine Folgen

Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Die Flotte schläft im Hafen ein".

Vortrag und Gespräch mit Kapitän zur See a.D. Dr. Werner Rahn.

  • Ort: MHM Dresden, Auditorium im 2. OG

 


Oktober

 

Dienstag, 27. Oktober, 19 Uhr:

Beats and Battleships

Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Die Flotte schläft im Hafen ein".

Film-Live-Konzert und Finissage im Rahmen von "DAVE! Festival für Clubkultur"

Der Stummfilmklassiker "Panzerkreuzer Potemkin" in neuer Vertonung von Analogue Audio Association und Assimilation Process (Dresden)

  • Ort: MHM Dresden, Auditorium im 2. OG