Veranstaltungskalender des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr

 

August

 

Montag, 31. August, 19 Uhr:

Forum Museum: Ten German Bombers - 75 Jahre Luftschlacht um England

Vortrag: Jens Wehner, Historiker und Sachgebietsleiter im MHM

  • Ort: MHM Dresden, Auditorium im 2. OG

Foto: ©bpk/Benno Wundshammer

Am 31. August 1940, vor genau 75 Jahren, erreichte die sogenannte „Luftschlacht um England“ ihren vorläufigen Höhepunkt. Nach 18 Tagen intensiver Luftschlacht gelang es der deutschen Luftwaffe an diesem Tag erst- und einmalig, der britischen Royal Air Force schwere Verluste beizubringen, erlitt dabei aber Verluste in derselben Höhe. 39 deutsche und 39 britische Flugzeuge wurden allein an diesem Tag zerstört, der als sogenannter "Jägertag" in die Geschichte einging, weil an ihm die meisten deutschen Jagdflugzeuge (1.301) starteten.

In Großbritannien erlangte die Luftschlacht um England, in der Hitlers Expansion erstmals erfolgreich gestoppt wurde, große Bedeutung. Bis heute singen britische Fußballfans gerne das Lied von den „Ten German Bombers“, von denen am Ende keiner übrig bleibt. In Deutschland dagegen ist dieses Ereignis heute weitgehend vergessen - 75 Jahre später Grund genug, sich damit zu beschäftigen. Jens Wehner (Militärhistoriker und Kurator am MHM) geht den Fragen nach, was damals tatsächlich passierte und welche Konsequenzen der Ausgang dieser Schlacht für den weiteren Verlauf des Krieges hatte. Anhand historischer und aktueller Medieneinspielungen wird zudem diskutiert, wie die Ereignisse über 1945 hinaus weiterwirkten.


September

 

Montag, 14. September, 19 Uhr:

Forum Museum: Der U-Boot-Mythos im Ersten Weltkrieg - Der deutsche Handelskrieg mit U-Booten und seine Folgen

Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Die Flotte schläft im Hafen ein".

Vortrag und Gespräch mit Kapitän zur See a.D. Dr. Werner Rahn. Moderation: Fregattenkapitän André Pecher, Marinehistoriker (Kiel)

  • Ort: MHM Dresden, Auditorium im 2. OG

Foto: Deutsches U-Boot bei einer Probefahrt, ca. 1917. ©ullstein

Bereits 1914 hatte sich das U-Boot als ein wirksames Seekriegsmittel für Deutschland erwiesen. Es konnte in der Nord- und Ostsee bis in gegnerische Gewässer vorstoßen. Allerdings wurde die Leistungsfähigkeit der U-Boote nach einigen Überraschungserfolgen überschätzt. Ab 1915 kam es zwischen der politischen und der militärischen Führung zu Kontroversen bezüglich der Erfolgsaussichten und Risiken eines U-Bootkrieges gegen die feindliche Handelsschifffahrt. Eine wichtige Rolle spielte hierbei die öffentliche Meinung. U-Boote wurden von der Propaganda zu einer "Wunderwaffe" stilisiert und weite Teile der Bevölkerung glaubten an diesen Mythos.

 

Mittwoch, 30. September, 19 Uhr:

Forum Museum: 25 Jahre Wiedervereinigung

Jürgen Engert, Journalist und Gründungsdirektor des ARD-Hauptstadtstudios, im Gespräch mit Bundesminister a.D. Manfred Stolpe

  • Ort: MHM Dresden, Auditorium im 2. OG

Foto: ©picture-alliance

Mit Jürgen Engert und Manfred Stolpe hat das MHM zwei bedeutende Zeitzeugen der deutschen Wiedervereinigung eingeladen.

Jürgen Engert war langjähriger Fernseh-Chefredakteur des Senders Freies Berlin und Gündungsdirektor des ARD-Hauptstadtstudios. Von 1984 bis 1998 analysierte der Westberliner Journalist die politischen Prozesse im geteilten und später geeinten Deutschland. Er spricht mit Dr. hc Manfred Stolpe zu 25 Jahre Deutsche Einheit.

Manfred Stolpe war stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR und ab 1990 gestaltete er als Ministerpräsident des Landes Brandenburg und anschließend als Bundesminister für Verkehr, Bau und Wohnungswesen aktiv gesamtdeutsche Politik. Beide blicken auf ein bewegtes Leben zurück, der westdeutsch geprägte Journalist und der Kirchenvertreter und Berufspolitiker aus Ostdeutschland. Es darf mit einem spannenden Abend gerechnet werden. 


Oktober

 

Dienstag, 27. Oktober, 19 Uhr:

Beats and Battleships

Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Die Flotte schläft im Hafen ein".

Film-Live-Konzert und Finissage im Rahmen von "DAVE! Festival für Clubkultur"

Der Stummfilmklassiker "Panzerkreuzer Potemkin" in neuer Vertonung von Analogue Audio Association und Assimilation Process (Dresden)

  • Ort: MHM Dresden, Auditorium im 2. OG

Foto: © Picture alliance/United Archives/WHA

Alle zehn Jahre, so soll der russische Regisseur Sergej Eisenstein gesagt haben, soll sein Film "Panzerkreuzer Potemkin" von 1925 neu vertont werden. Im Jahr 2015 haben renommierte Klangkünstler aus Dresden dem legendären russischen Revolutionsfilm einen neuen Soundtrack verpasst. In monatelanger Tüftelarbeit und unter Verwendung authentischer Schiffsgeräusche haben Analogue Audio Association und Assimiliation Process eine neue Klangwelt geschaffen, die mit Eisensteins Bildern und der modernen Architektur Daniel Libeskinds eine spannungsreiche Verbindung eingehen wird.