November

 

Montag, 3. November, um 19:00 Uhr:

Tolkien und der Erste Weltkrieg

Vortrag und Diskussion, von John Garth.

 

  • Eintritt: frei
  • Ort: MHM Dresden, Auditorium

Foto: Tolkien und der Erste Weltkrieg (© ddpimages).

Tolkiens weltberühmte Romane “Der Hobbit” und der “Der Herr der Ringe“ werden gemeinhin als eskapistische Abenteuerromane verstanden, die von den Problemen des realen Lebens ablenken sollen. John Garth, britischer Literaturwissenschaftler, zeigt in seiner gefeierten Biografie „Tolkien und der Erste Weltkrieg“, wie dieser Mittelerde aus dem Erlebnis des Ersten Weltkrieges geschaffen hat. Garth zeigt, wie Tolkiens schreckliche Erfahrungen in den Schützengräben Drachen und Ringgeister, Totensümpfe, Mordor und auch die Hobbits entstehen ließen. Er enthüllt die wahre Geschichte hinter einer der größten Fantasien der Moderne.

Die Veranstaltung wird simultan ins Deutsche übersetzt.

 


 

Dezember

 

Montag, 1. Dezember, um 19:00 Uhr:

Avi Primor liest: „Süß und ehrenvoll“ – Ein Roman über zwei jüdische Soldaten im Ersten Weltkrieg

Lesung und Diskussion mit Avi Primor, ehem. Botschafter Israels in Deutschland

 

  • Eintritt: frei
  • Ort: MHM Dresden, Auditorium

Foto: Avi Primor (© dpa)

Frankfurt am Main, 1914. Bürgersohn Ludwig kann nach Kriegsausbruch seine Einberufung kaum erwarten, obwohl der Dienst an der Front die Trennung von seiner geliebten Karoline bedeutet. Als deutscher Soldat fühlt er sich endlich voll akzeptiert und will sich für sein Vaterland auszeichnen. Bordeaux, ebenfalls 1914. Der Bäckerssohn Louis wird mit der deutschen Kriegserklärung aus einer unbeschwerten Rekrutenzeit gerissen. Trotz aller Ängste schreibt er stolz seinem Vater, an der Front könne er dem französischen Volk endlich zurückzahlen, was es für ihn getan habe. - Inmitten der Grauen des Ersten Weltkriegs werden die beiden jüdischen Protagonisten einander zum Schicksal werden. Auf der Grundlage zahlreicher historischer Dokumente hat Avi Primor einen Roman geschrieben, der unter die Haut geht - über die erste Liebe, über die Absurdität des Krieges, über die Suche nach Zugehörigkeit. Eine ergreifende, große Geschichte, wie sie in Deutschland noch niemand zu schreiben gewagt hat.


 

Februar

 

Donnerstag, 5. Februar, um 18:00 Uhr:

"Schlachthof 5" - Dresdens Zerstörung in literarischen Zeugnissen

Eröffnung der Sonderausstellung

Musikalische Begleitung: Dresdner Kreuzchor

 

  • Eintritt: frei
  • Ort: MHM Dresden, Libeskind-Keil

2015 jährt sich zum 70. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges - so wie die Zerstörung Dresdens durch alliierte Bomber zwischen dem 13. und 15. Februar 1945. Aus diesem Anlass dokumentiert die Ausstellung "Schlachthof 5" die Vielfalt der Perspektiven auf dieses Ereignis: mit - erstmals öffentlich gezeigten - Originalhandschriften und persönlichen Gegenständen von Kurt Vonnegut, Ida Kästner, Durs Grünbein u.a.

Durch die Bombardierung der Stadt gab es mehr als 25.000 tödliche Opfer; gleichzeitig rettete der Angriff das Leben hunderter Menschen, darunter jüdischer Herkunft, politische Gefangene und Zwangsarbeiter. Die Ausstellung thematisiert auch Dresdens Zerstörung in den Propagandaschlachten der Kriegs- und Nachkriegszeit, in Mythen und Legenden sowie den Erinnerungen der damaligen Kindergeneration, deren Trauma lange unter der Last von Kriegsschuld und Scham über die deutschen Verbrechen verborgen war.