Politik und Gewalt

Politik und Gewalt bilden kein Gegensatzpaar. Vielmehr kann Politik zu einem auslösenden Moment staatlicher Gewalt werden. Machtsymbole betonen den „Hoheits“-Charakter der staatlichen Gewalt. Organisierte Gewalt war zu allen Zeiten ein Mittel der Politik. Herrscher ließen sich von Hofmalern als Kriegsherren porträtieren und vor dem Hintergrund der bewaffneten Macht darstellen. Krieg wurde von Künstlern gleichermaßen verherrlicht und als Geißel der Menschheit abgebildet.

Schaubild des Zusammenwirkens

Das Thema „Politik und Gewalt“ wird in der Ausstellung in der zweiten Etage des Keils vorwiegend durch Gemälde veranschaulicht. Der Besucher bewegt sich in einer Art Bühnenbild. Ähnlich wie in einem Theater werden die Bilder von Macht und Ohnmacht nicht nur aufgestellt, sondern wie in einer Inszenierung aufgeführt. Die Bühne erstreckt sich über das gesamte Stockwerk und streift dabei räumlich und inhaltlich den anderen großen Themenbereich „Militär und Gesellschaft“ auf dieser Etage.