The Guerrilla Girls - Reinventing the 'F' Word: Feminism

Lecture Perfomance zur Sonderausstellung "Gewalt und Geschlecht" und "Targeted Interventions" in Kooperation mit Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste
Montag, 26. September, 21 Uhr
Ort: Festspielhaus Hellerau

Die Guerilla Girls sind eine feministisch-aktivistische Künstler*innengruppe aus New York. Mit Humor, harten Fakten und einer provokanten Ästhetik attackieren sie seit 1985 Ungerechtigkeiten sowie sexistische und rassistische Diskriminierungen in Kunst, Politik und Popkultur. Sie tragen Gorillamasken, um anonym zu bleiben und ihre Themen klar über ihre Persönlichkeit zu stellen. In ihrem Vortrag berichten die Guerilla Girls von ihrer 30-jährigen Erfahrung als "feministische Rächer*innen" und der Arbeit, die noch getan werden muss. Diese Veranstaltung findet im Rahmen von "Targeted Interventions", dem Satelittenprojekt zur Sonderausstellung "Gewalt und Geschlecht", statt.

Vortrag in Englischer Sprache / Eintritt frei

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes



Übermännlich - Superweiblich?
Die Uniform in der Mode der Moderne

Zu Gast: Dr. Barbara Vinken, Uni München
Moderation: Dr. Anna-Lisa Dieter
Vortrag und Gespräch im Rahmen der Henry Arnhold Dresden Summer School

Montag, 1. Oktober, 18 Uhr

Militärische Uniformen sind in der Mode nach der Französischen Revolution ein anachronistischer Überhang. Während der Anzug in Kleidern darauf verweist, dass man auf die Kleider, die man trägt, keinen Gedanken verschwendet und Wichtigeres im Kopf hat, protzt und prunkt die Uniform und ist mit Farbenpracht und allerlei Verzierungen jedenfalls bis zu den Tarnuniformen des Zweiten Weltkrieges nicht zu übersehen. Was auf dem ersten Blick als Geschichte einer Trennung zwischen Mode und Militär erscheint, betrachtet die renommierte Modehistorikerin Barbara Vinken indes als intrikate Beziehungsgeschichte.
Vinken, die in ihrem Buch "Angezogen" dem Geheimnis der Mode nachspürte und nicht zuletzt deshalb für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde, geht in ihrem Vortrag davon aus, dass die eminent zivile Mode der Moderne ohne den Einfluss der Uniformen undenkbar ist. Aber nicht nur das: Unwiderstehlich anziehend zersetzen und untergraben Militärzitate die Kleider- und Geschlechterordnung der Moderne.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes


in allem frieden - Kontrapunkt "Modern"

Werke von Heinrich Schütz, Heinrich Albert, Malachias Siebenhaar und Reiko Füting

Konzert im Rahmen des Heinrich-Schütz-Musikfestes
Donnerstag, 11. Oktober, 18:30 Uhr

AuditivVokal Dresden, eines der führenden Ensembles für zeitgenössische Gesangskunst, wird die Werke "als ein licht" und "in allem frieden" von Reiko Füting, die auf Werken von Heinrich Schütz basieren, mit Kompositionen aus dem 17. Jahrhundert verweben. Werke, die unmittelbaren Erfahrungen von Krieg und Frieden entsprungen sind. Ein Kontrapunkt MODERN aus dem Frühbarock.
Reiko Füting, Komponist mit mitteldeutschen Wurzeln und gleichsam globalem Wirkungskreis von New York bis Seoul, antwortet auf die Frage "Was ich komponieren möchte?": "Erfahrungen: Erfahrungen von Form - Zeit - Raum." Da schwingt durchaus die kompositorische Welt eines Heinrich Schütz mit. Kein Wunder also, dass ein Künstler mit diesem Credo ein gerngesehener Gast beim Heinrich-Schütz-Musikfest ist.

Vokalensemble AuditivVokal Dresden und Ensemble L'Art d'Echo
Schlagzeug: Tilo Becher, Ulrich Grafe, Johannes Graner und Matthias Schleyer
Leitung: Olaf Katzer

Karten: 19 Euro (Schülerinnen 5 Euro) unter 01806 / 700733 sowie an weiteren Vorverkaufsstellen (Infos unter www.schütz-musikfest.de)


Bürgerdialog

Mit Sicherheit: Europa!

Montag, 15. Oktober, 10:00 – 17:00 Uhr
 
Populismus, Pessimismus, Protektionismus: Schlagworte wie diese lassen die Zukunft Europas immer unsicherer erscheinen. Doch eine Vielzahl weiterer Faktoren beeinflusst die Entwicklung der Europäischen Union. Wie stabil ist die Ordnung unserer europäischen Staatengemeinschaft? Wird es auch in Zukunft noch Nationen geben? Kann das grassierende Gefühl der Unsicherheit aufgelöst werden?
Mit Fragen wie diesen befasst sich ein spannender Workshop, zu dem das Bundesministerium der Verteidigung und das Militärhistorische Museum unter der Schirmherrschaft von Staatssekretär Dr. Peter Tauber interessierte Bürger*innen einladen. Beteiligen Sie sich an einem Experiment, das sich mit Fragen der Zukunft bis in das Jahr 2040 befasst. Nach informativen Impulsen unserer Experten zur europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik am Vormittag wird am Nachmittag ein Blick in die Zukunft geworfen. Lassen Sie sich auf facettenreiche Szenario-Analysen ein, fragen und diskutieren Sie mit Experten. Ihre Gedanken sind bei uns gefragt! Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Voranmeldung ab 10.09.2018 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


 "Fakt ist"

Die Politiksendung des MDR mit Andreas Rook

TV-Polittalk aus dem MHM
Montag, 15. Oktober, 18:30 Uhr

Im Anschluss an den Bürgerdialog greift "FAKT IST" aktuelle Frage der Sicherheits- und Verteidigungspolitik auf und stellt sie zur Diskussion. Zum wöchentlichen Polittalk des MDR-Fernsehens, der an diesem Montag im Militärhistorischen Museum gastiert, werden vier Gäste 60 Minuten lang mit Andreas Rook kontrovers und hintergründig über ein aktuelles Thema diskutieren, das die Menschen im Sendegebiet bewegt.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Voranmeldung ab 10.09.2018 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Maniac Obsessions

Der Stummfilmklassiker "Häxan" (SWE/DK 1922) in neuer Vertonung, produziert von Jacob Korn und Assimilation Process

Film-Live-Konzert zur Sonderausstellung "Gewalt und Geschlecht" im Rahmen von DAVE! Festival für Clubkultur
Montag, 22. Oktober, 18 Uhr

Zensoren schrien auf, Entrüstung brach sich Bahn, als 1922 Benjamin Christensens Stummfilm "Häxan" erschien. Der Vorwurf lautete, der Film verströme "satanische Grausamkeit" und feiere "sadistische Orgien". Kein Wunder, dass "Häxan" zu den Klassikern des Horrorfilms zählt. Doch hinter dem Horror, der heutige Sehgewohnheiten kaum noch schockiert, verbirgt sich ein anderes Anliegen. Der dänische Regisseur Christensen schuf nicht nur ein handwerkliches Meisterwerk des frühen Kinos, sondern nutzte den Film zur Aufklärung darüber, wie in der Frühen Neuzeit das Patriachat aus den Hexenmythen den "Hexenhammer" schmiedete, dem zahlreiche Frauen zum Opfer fielen. Im Stile einer Dokumentation erzählt er von Denunziation, Folter und religiösem Verfolgungswahn - von der Besessenheit einer patriarchalen Gesellschaft. "Häxan" schlägt ein dunkles Kapitel der europäischen Kulturgeschichte auf, das im Rahmen der Sonderausstellung "Gewalt und Geschlecht" mit einem neuen, von Jacob Korn und Assimilation Process produzierten Soundtrack beleuchtet wird.


Der Platz an der Sonne

Was wäre wenn...? Kontrafaktische Geschichte im Roman

Lesung und Gespräch mit Christian Torkler
Montag, 12. November, 18 Uhr


Berlin, 1978: Die Hauptstadt der Neuen Preußischen Republik liegt in Trümmern, die Kinder klauen Kohlen und in der Politik geben sich die Halunken die Klinke in die Hand. In dieser Welt entfaltet sich die faszinierende Lebensgeschichte von Josua Brenner - ein wagemutiger Tausendsassa, der sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Doch als ihn die Ereignisse überrollen, wird der Gedanke an eine Flucht ins reiche Afrika plötzlich real.
Mit seinem Debut "Der Platz an der Sonne" erzählt Christian Torkler eine Entwicklung Deutschlands, wie sie in der 2. Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts auch hätte verlaufen können. Torkler stellt damit nicht nur die aktuelle Weltordnung auf den Kopf. Sein Roman ist zugleich ein Spiegel der deutschen Gegenwartsgesellschaft, die oft selbstgefällig auf den Entwicklungsstatus anderer Kontinente herabblickt, dabei aber die Zufälle vergisst, die historischen Entwicklungen innewohnen.