1914 bis 1945

Mit dem Fahrstuhl oder über das historische Treppenhaus gelangt der Besucher in den Ausstellungsbereich der Weltkriege „1914 bis 1945“. Das Militärhistorische Museum folgt hier modernen Forschungsansätzen und begreift diese Epoche verdichteter Gewalt als "Zeitalter der Weltkriege". Entwicklungslinien, Kontinuitäten und Brüche, Selbst- und Fremdbilder werden so erfahrbar.

Erster Weltkrieg

Mit der Technisierung und Industrialisierung des Ersten Weltkrieges wandelte sich das Bild von Soldat und Krieg. Der Kriegsverlauf an der Westfront wird in der Ausstellung ebenso ausführlich geschildert, wie der des sogenannten vergessenen Krieges im Osten und in den Kolonien. In den Vertiefungsräumen begegnet der Besucher den verschiedenen Gesichtern des Krieges. Sie zeigen Tod und Verwundung, Kriegsgefangenschaft und Propaganda, aber auch den Krieg hinter der Front, die Bedeutung der Kriegsökonomie, den Einsatz von Frauen und die Entwicklung neuer Militärtechnik und -taktik.

Weimarer Republik

Revolution, Weimarer Republik und die kurze Geschichte der Reichswehr bilden das zeitliche Scharnier zwischen den Weltkriegen. Die Ausstellung zeigt an ausgewählten Beispielen die Gründe für das Scheitern der ersten Demokratie in Deutschland, den Aufstieg der Nationalsozialisten und die Rolle der Reichswehr als "Staat im Staate".

Zweiter Weltkrieg

Der Ausstellungsbereich Zweiter Weltkrieg beginnt mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten, der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft und dem Aufbau der Wehrmacht. Die ungeheure Gewaltentwicklung des Ersten Weltkrieges wurde im Zweiten Weltkrieg noch übertroffen. Dabei werden dem Besucher die wichtigsten operativen Entwicklungen und militärtechnischen Veränderungen, aber auch neue Dimensionen wie der Bombenkrieg gezeigt.

Der rasseideologische Vernichtungskrieg der Nationalsozialisten markiert das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Der Völkermord an den europäischen Juden stellt eine unvorstellbare Dimension staatlicher und militärischer Gewalt dar. Stellvertretend für diesen Vernichtungskrieg stehen in der Ausstellung die Massaker von Babijar in der Nähe von Kiew, das Pogrom in Lemberg und die Konzentrations- und Vernichtungslager in Polen und Weißrussland.

Dem Widerstand gegen das NS-Regime und das gescheiterte Attentat gegen Hitler widmet die Ausstellung einen größeren Bereich. In den letzten Monaten des Krieges sterben mehr Menschen als in den vorangegangen Kriegsjahren.

1914 - 1945



Interaktiver Museumsplan



Kurzinfo

  • Chronologie 2
  • Altbau Westflügel
  • 1. Obergeschoss