Der Uniformmantel Hermann Görings 

Am 30. Januar 1943 hielt Hermann Göring eine berüchtigte Rede, mit welcher er die deutsche Bevölkerung auf das baldige Ende der 6. Armee in Stalingrad vorbereitete und zugleich zum Weiterkämpfen aufrief. 

Hermann Göring war einer der wichtigsten Nationalsozialisten. Von 1941 bis 1945 war er der Stellvertreter Hitlers. Als Oberbefehlshaber der Luftwaffe war er zugleich der höchste Soldat der Wehrmacht mit dem Dienstgrad Reichsmarschall. Ende Juli 1941 befahl er dem hochrangigen SS-Offizier Reinhard Heydrich die „Endlösung der Judenfrage“. Etwas später begann mit dem Massenmord an sowjetischen Kindern, Frauen und Männern jüdischen Glaubens der Holocaust. Später wurden Vernichtungslager mit Gaskammern wie Auschwitz errichtet.  

Anfang März 1943 sagte Göring dem Propagandaminister Joseph Goebbels, ihm sei klar, dass das deutsche Volk mit dem Holocaust die Brücken hinter sich abgebrochen hätte. Göring hielt seine "Stalingrader Rede" auch aus persönlicher Angst, wegen seiner Verbrechen zur Rechenschaft gezogen zu werden. 1946 wurde er in Nürnberg wegen seiner Verbrechen zum Tode verurteilt.

 

© MHM/ David Brandt; Leihgabe des Förderverein des Luftwaffenmuseums der Bundeswehr e.V