VERANSTALTUNGEN DER REIHE "FORUM MUSEUM"



Nach dem »Großen Krieg« - Vom Triumph zum Desaster der Demokratie 1918/19 bis 1939 

Podiumsgespräch zur Buchpremiere mit PD Dr. Steffen Kailitz (HAIT Dresden, Herausgeber) und Dr. Tim B. Müller (Hamburger Institut für Sozialgeschichte)
Montag, 29. Mai, 18 Uhr




Berliner SA-Angehörige verbrennen rote Fahnen und schwarz-rot-goldene der Weimarer Republik. 10.03.1933
© Scherl / Süddeutsche Zeitung


Moderation: Dr. Christoph Nübel (ZMSBw Potsdam)

In Kooperation mit dem Hannah-Arendt-Institut Dresden

Der Ausgang des Ersten Weltkriegs war eine "kritische Weiche" der modernen Geschichte. In kurzer Zeit verdreifachte sich die Zahl der Demokratien auf der Welt. Dem Triumph der Demokratie folgte rasch ihr Niedergang. Bis Mitte der 1930er Jahre wurde eine Demokratie nach der anderen gestürzt.
Ein neuer Band des Dresdner Hannah-Ahrendt-Institutes für Totalitarismusforschung liefert in Form von Fallstudien und vergleichenden Analysen sozial- und geschichtswissenschaftliche Bausteine für die Antwort auf eine Kernfrage der Demokratieforschung: Welche Faktoren auf den Ebenen der sozio-ökonomischen Strukturen, der Institutionen und der Akteure trugen dazu bei, das Überleben und Scheitern von Demokratien in der Zwischenkriegszeit zu erklären? Diese und andere Fragen diskutieren der Herausgeber des Bandes und Politikwissenschaftler Steffen Kailitz vom Dresdner Hannah-Arendt-Insitut und der Historiker Tim B. Müller vom Hamburger Institut für Sozialgeschichte, moderiert vom Historiker Dr. Christoph Nübel vom Potsdamer Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.


Von Agincourt bis Game of Thrones:
Wirklichkeit und Fantasy in der filmischen Darstellung mittelalterlicher Schlachten 

Montag, 12. Juni, 18 Uhr

Zu Gast: Prof. Dr. Tony Pollard, Professor für Konfliktgeschichte und Archäologie, Direktor des "Centre for Battlefield Archaeology", Universität Glasgow
Ort: Auditorium 2. OG


©  gettyimages / peepo

Zu den einprägsamsten Szenen in Filmen wie "Braveheart" und "Herr der Ringe" oder Fernsehserien wie "Game of Thrones" und "The Last Kingdom" gehören spektakuläre Nachstellungen mittelalterlicher oder mittelalterlich anmutender Schlachten. Dabei werden historische Ereignisse nachempfunden oder Geschichte als Anregung zur Gestaltung von Fantasiewelten genutzt.
Der renommierte britische Konfliktarchäologe Professor Tony Pollard wird ausgewählte Filmschlachten mit realen Schlachten wie Bannockburn und Agincourt vergleichen und so die Beziehung zwischen fiktiven Darstellungen und historisches Wirklichkeit untersuchen. Er wird dabei auch auf die realen Ursprünge oft gezeigter Motive wie Schildwall, Pfeilhagel und Reiterattacke eingehen.

Vortrag in englischer Sprache mit deutscher Simultanübersetzung


Vom Recht auf Widerstand

Ein Widerspruch von Bundesrichter Prof. Dr. Thomas Fischer
Forum Museum in Kooperation mit der Wochenzeitung DIE ZEIT
Montag, 19. Juni, 18 Uhr (Einlass ab 17 Uhr)

Moderation: Martin Machowecz (Redakteur ZEIT im Osten) 


Prof. Dr. Thomas Fischer, vorsitzender Richter am BGH

Zunehmend fordern rechtspopulistische Kräfte ein Widerstandsrecht gegen "die Herrschenden". Sie bezieht sich ausgesprochen oder unausgesprochen auf das Urteil in einem Prozess aus dem Jahre 1952, dem sogenannten Remer-Prozess. In dessen Begründung wurden die Hitler-Attentäter des 20. Juli 1944 posthum als Widerstandskämpfer gegen einen Unrechtsstaat rehabilitiert.

Prof. Dr. Thomas Fischer, Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof und bekannt für seine  scharfsinnigen Rechtskolumnen, beleuchtet in seinem Widerspruch die scheinbaren Parallelen zwischen Rechtspopulisten und Hitlerattentätern, zwischen Diktatur und Großer Koalition. Anschließend stellt er sich den Fragen und Anmerkungen des Publikums.

Am Tag der Veranstaltung schließen unsere Ausstellungen bereits 16:30 Uhr.