GULAG
WAS GROSSVATER NICHT ERZÄHLTE
Die Geschichte des Dresdners Helmut Weiß

ab 06. Dezember 2019

Helmut Weiß war ein in Dresden geborener und aufgewachsener Kommunist jüdischer Herkunft.
1934 floh er vor den Nazis in die Sowjetunion, wo er 1937 aufgrund einer Denunziation in einen kasachischen Gulag deportiert wurde. Unter lebensfeindlichen Bedingungen überstand er das Lager und wurde erst 1957 entlassen. Obwohl Opfer des Stalinismus, blieb er dennoch überzeugter Kommunist. 2000 starb er in Estland.

Zum ersten Mal zeigt das MHM eine biografische Ausstellung zu einem historischen Einzelschicksal, die nicht nur die wissenschaftliche Seite aufgreift, sondern auch einen persönlichen Ton des Erstellers, des Enkels von Helmut Weiß, zulässt. Diese Herangehensweise bietet als kleine Kabinettausstellung die Chance zur Multiperspektivität, indem sie zeigt, dass Geschichte und Geschichten stets symbiotisch verbunden sind.

 

 
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