Special exhibition "60 Years of Bundeswehr"

 

  • starting 3 November 2015
  • Bundeswehr Museum of Military History, chronological exhibition “1945 to the Present” (1st floor) and in the outside exhibition Areas

On 12 November 1955, the Bundeswehr was founded and the first volunteers took their oaths. To mark its 60th anniversary, the Bundeswehr Museum of Military History has integrated a special exhibition into the permanent exhibition. A visual thread strings 60 "telling exhibits" together to form a travel through time from 1955 to 2015. The objects and documents tell of highs and lows, of people and their stories, of technology and strategies and political decisions, of encounters, of fear, violence and disappointment, but also of friendship, dedication and success.

The exhibition leaves room for personal memories and stories related to the Bundeswehr. But it also offers unusual and less well-known perspectives on the Bundeswehr, which, at the age of 60, has already existed longer than any other German army in history.

 

Sonderausstellung "60 Jahre Bundeswehr"

 

  • Wann: ab 3. November 2015
  • Wo: MHM, Chronologie III im 1. Obergeschoss und Außengelände

 

Am 12. November 1955 wurde mit der Vereidigung der ersten Freiwilligen die Bundeswehr gegründet. Zu ihrem 60. Geburtstag eröffnet das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in seiner Dauerausstellung eine Sonderausstellung. Ein grafisches Band verbindet 60 "sprechende Exponate zu einer Zeitreise von 1955 bis 2015. Die Objekte und Dokumente erzählen von Höhen und Tiefen, von Menschen und ihren Geschichten, von Technik, Strategien und politischen Entscheidungen, von Begegnungen, von Angst, Gewalt und Enttäuschungen, aber auch von Freundschaft, Hingabe und Erfolgen.

Die Ausstellung lässt Raum für eigene Erinnerungen und Geschichten, die sich mit der Bundeswehr verknüpfen. Sie bietet aber auch ungewöhnliche und weniger bekannte Perspektiven auf die Bundeswehr, die mit ihren 60 Jahren schon jetzt älter ist, als jede andere deutsche Armee in der Geschichte.

Über 1.000 Objekte vom Kalten Krieg bis zur Armee der Einheit werden in der Dauerausstellung präsentiert. Aus jüngsten Einsätzen stammen der Minebreaker, das Patriot-Abwehrsystem und andere Großgeräte. Erstmals werden Objekte aus dem "Karfreitagsgefecht" der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Führungen zur Sonderausstellung

Öffentliche Überblicksführungen:

  • ohne Anmeldung, Mindestteilnehmerzahl 3 Personen
  • Dauer: ca. 90 Minuten
  • Sonntags 11 Uhr, Treffpunkt Foyer

Gruppenführungen / Historische und Politische Bildung für die Bundeswehr

Führungen für Schulklassen und andere Gruppen sind nach Anmeldung möglich, die Mindestteilnehmerzahl beträgt 10 Personen. Die Führungen sind kostenlos. Der Eintritt für Schüler im Klassenverbund und begleitende Lehrpersonen ist frei.

Anmeldung:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: (0351) 823 2851

 

Projekte im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr verwirklicht eine Vielzahl von Projekten. Kunstinstallationen, eingestrickte Panzer, Origami-Panzer oder multimediale Theaterinszenierungen gehören oder gehörten zum vielfältigen Programm des Museums.

Einen Überblick zu aktuellen Projekten wird hier gegeben: 

Helmets for Peace - Ein grenzüberschreitendes Kunstwerk von Batuz

 

Dresden Summer School

 

 

 

Ausschreibung Henry Arnhold Dresden Summer School 2017

Materialität
Neue Perspektiven auf Kultur und Technologie

 18. bis 29. September 2017

 

©Karl Ludwig Oberthür


Fachrichtungen: Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften; Natur und Technikwissenschaften
Teilnehmerkreis: Eingeladen zur Bewerbung sind NachwuchswissenschaftlerInnen (v.a. Promovierende, Post-Docs) der einschlägigen Fachrichtungen sowie junge Museums-, Archiv- und Bibliotheksfachleute

 

Detaillierte Ausschreibungsunterlagen:

 

 

weitere Informationen unter: www.dresdensummerschool.de

Attentat auf Hitler. Stauffenberg und mehr

 

Sein Name steht für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus: Oberst i.G. Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Am 20. Juli 1944 verübte er im Führerhauptquartier „Wolfschanze“ ein Sprengstoffattentat auf Adolf Hitler. Doch der Diktator überlebte, der anschließende Umsturzversuch scheiterte und Stauffenberg bezahlte die mutige Tat mit seinem Leben – ebenso wie zahlreiche zivile und militärische Mitverschwörer, die in den folgenden Wochen und Monaten von der NS-Justiz zum Tode verurteilt und hingerichtet worden sind. Nur wenige ihrer Namen sind heute noch im öffentlichen Gedächtnis präsent.

2014 jährt sich der Attentats- und Staatsstreichversuch vom 20. Juli 1944 zum 70. Mal. Zu diesem Anlass erinnert das Militärhistorische Museum mit einer Kabinettausstellung an die Vorgeschichte dieses Ereignisses und stellt einen Teil jener Protagonisten vor, die gemeinsam mit Stauffenberg im Widerstand aktiv waren und die zum Teil bereits 1938/39 an konkreten Umsturzplänen arbeiteten. Deutlich wird dabei vor allem die Vielfalt der Personen und ihrer Funktionen im Widerstand, die für eine Umsturzvorbereitung unabdingbar waren.

Die Kurzporträts der Ausstellung werden von originalen Dokumenten und Objekten aus dem privaten Besitz der Widerstandskämpfer ergänzt. Sie wurden in den vergangenen Jahren in die Sammlung des Militärhistorischen Museums aufgenommen oder konnten als Leihgaben für die Sonderausstellung gewonnen werden. Einige dieser persönlichen Schriftstücke werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Gezeigt werden u.a. Briefe von Generaloberst Ludwig Beck über seinen Rücktritt im Oktober 1938, Aufzeichnungen von Generalmajor Hans Oster zu seinen Vernehmungen 1943 oder die letzten Notizen von Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben vor seiner Hinrichtung im August 1944.

Neben der dokumentarischen Herangehensweise erlaubt die Ausstellung auch einen Blick auf den künstlerischen Umgang mit dem 20. Juli 1944. Es werden Radierungen des renommierten und streitbaren Künstlers Alfred Hrdlicka (1928-2009) gezeigt, der sich in seinem Schaffen konsequent gegen Krieg, Gewalt und Nationalsozialismus gewandt hat und der sich bereits 1974 mit dem Zyklus „Wie ein Totentanz“ intensiv mit den Ereignissen des 20. Juli 1944, den Protagonisten und ihren Motiven auseinandergesetzt hat.

Zudem bietet der 2004 entstandene Siebdruck „Heldenporträt. Claus Schenk Graf von Stauffenberg“ des Dresdner Künstlers Petrus Wandrey (1939-2012) verschiedenste Assoziations- und Interpretationsansätze und lädt zur weiteren Auseinandersetzung mit den Personen, den Ereignissen und der Rezeption des 20. Juli 1944 ein.

 

 

Das Heldenportrait

 

Foto: Petrus Wandrey, "Heldenporträt. Claus Schenk Graf von Stauffenberg", 2004

Das „Heldenporträt. Claus Schenk Graf von Stauffenberg“ des Dresdner Künstlers Petrus Wandrey (1939-2012) scheint Stauffenberg in einem groben Schwarzweißfotodruck als einsamen Helden vor einer blutroten Geschichte zu zeigen. Umrahmt von einem schwarzen oberen Balken und einem goldenen Grund verweist der Hintergrund auf die deutschen Nationalfarben. In der abgebildeten Pose diente Stauffenberg 1934 einem befreundeten Bildhauer als Modell für ein SA-Denkmal in Magdeburg. Stauffenberg schrieb seinem Bruder Berthold darüber: „Ich habe mich zwar mit meiner Verewigung ausgerechnet als S.A. Mann noch nicht ganz abgefunden, tröste mich aber damit, dass es für die Nazi weit härter ist als für mich.“

Die weltberühmten Engel von Raffaels Meisterwerk der Sixtinischen Madonna sind spiegelverkehrt dargestellt und schauen nachdenklich auf einen Stauffenberg mit engelhaften Flügeln, der wie eine Ikone die Madonna ersetzt hat. In der Hand tragen die Engel Fähnchen der Alliierten und wirken wie ein Verweis auf die von dem Mitverschwörer Generalmajor Henning von Tresckow überlieferte Mahnung zur Handlung:

„Das Attentat muß erfolgen, (...) denn es kommt nicht mehr auf den praktischen Zweck an, sondern darauf, daß die deutsche Widerstandsbewegung vor der Welt und vor der Geschichte unter Einsatz des Lebens den entscheidenden Wurf gewagt hat.“