Der Uniformmantel Hermann Görings 

Am 30. Januar 1943 hielt Hermann Göring eine berüchtigte Rede, mit welcher er die deutsche Bevölkerung auf das baldige Ende der 6. Armee in Stalingrad vorbereitete und zugleich zum Weiterkämpfen aufrief. 

Hermann Göring war einer der wichtigsten Nationalsozialisten. Von 1941 bis 1945 war er der Stellvertreter Hitlers. Als Oberbefehlshaber der Luftwaffe war er zugleich der höchste Soldat der Wehrmacht mit dem Dienstgrad Reichsmarschall. Ende Juli 1941 befahl er dem hochrangigen SS-Offizier Reinhard Heydrich die „Endlösung der Judenfrage“. Etwas später begann mit dem Massenmord an sowjetischen Kindern, Frauen und Männern jüdischen Glaubens der Holocaust. Später wurden Vernichtungslager mit Gaskammern wie Auschwitz errichtet.  

Anfang März 1943 sagte Göring dem Propagandaminister Joseph Goebbels, ihm sei klar, dass das deutsche Volk mit dem Holocaust die Brücken hinter sich abgebrochen hätte. Göring hielt seine "Stalingrader Rede" auch aus persönlicher Angst, wegen seiner Verbrechen zur Rechenschaft gezogen zu werden. 1946 wurde er in Nürnberg wegen seiner Verbrechen zum Tode verurteilt.

 

© MHM/ David Brandt; Leihgabe des Förderverein des Luftwaffenmuseums der Bundeswehr e.V

27. Januar 2018: Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust



Konzentrationslager Auschwitz (Stammlager Nr. 1) in Oswiecim/Polen, am 10.10.2017. 
© 2017 Bundeswehr / Jane Schmidt

Meinungsumfragen zeigen, dass zwar 95 Prozent der Deutschen es sehr wichtig finden, dass SchülerInnen etwas über Geschichte lernen. Allerdings kennen nur noch 60 Prozent der jugendlichen SchülerInnen das Vernichtungslager Auschwitz. Das MHM nimmt diese Umfragen zum Anlass, ab dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust bis zum Sommer 2018 immer wieder auf Exponate zum Holocaust in unserer Dauerausstellung hinzuweisen. Dabei steht das Jahr 1943 im Mittelpunkt, dessen Ereignisse sich 2018 zum 75. Mal jähren. Inhaltlich betreut wird diese am 30. Januar beginnende Reihe von Jens Wehner, unserem Kurator für den Zweiten Weltkrieg.


Teil 1: Uniformmantel von Hermann Göring (weitere Infos)

Special exhibition "60 Years of Bundeswehr"

 

  • starting 3 November 2015
  • Bundeswehr Museum of Military History, chronological exhibition “1945 to the Present” (1st floor) and in the outside exhibition Areas

On 12 November 1955, the Bundeswehr was founded and the first volunteers took their oaths. To mark its 60th anniversary, the Bundeswehr Museum of Military History has integrated a special exhibition into the permanent exhibition. A visual thread strings 60 "telling exhibits" together to form a travel through time from 1955 to 2015. The objects and documents tell of highs and lows, of people and their stories, of technology and strategies and political decisions, of encounters, of fear, violence and disappointment, but also of friendship, dedication and success.

The exhibition leaves room for personal memories and stories related to the Bundeswehr. But it also offers unusual and less well-known perspectives on the Bundeswehr, which, at the age of 60, has already existed longer than any other German army in history.

 

27 January 2018: International Holocaust Remembrance Day


Exhibits from the Holocaust: A new web series



© 2017 Bundeswehr / Jane Schmidt

 

According to public opinion polls, 95 per cent of the Germans consider it important that pupils learn something about history. And yet, only 60 per cent of today's pupils know about the extermination camp in Auschwitz. The Museum takes these polls as an occasion to present a series of various exhibits about the Holocaust from its permanent exhibition starting on the International Holocaust Memorial Day and ending in the summer of 2018. The series will be focusing on the year 1943, the events of which will have their 75th anniversary in 2018. On 30 January 2018, we shall start with an exhibit related to one of the main culprits: Hermann Göring. The contents of this series are managed by our World War II curator, Jens Wehner.

Part I: Uniform Coat of Hermann Goering (more informations)

Sonderausstellung "60 Jahre Bundeswehr"

 

  • Wann: ab 3. November 2015
  • Wo: MHM, Chronologie III im 1. Obergeschoss und Außengelände

 

Am 12. November 1955 wurde mit der Vereidigung der ersten Freiwilligen die Bundeswehr gegründet. Zu ihrem 60. Geburtstag eröffnet das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in seiner Dauerausstellung eine Sonderausstellung. Ein grafisches Band verbindet 60 "sprechende Exponate zu einer Zeitreise von 1955 bis 2015. Die Objekte und Dokumente erzählen von Höhen und Tiefen, von Menschen und ihren Geschichten, von Technik, Strategien und politischen Entscheidungen, von Begegnungen, von Angst, Gewalt und Enttäuschungen, aber auch von Freundschaft, Hingabe und Erfolgen.

Die Ausstellung lässt Raum für eigene Erinnerungen und Geschichten, die sich mit der Bundeswehr verknüpfen. Sie bietet aber auch ungewöhnliche und weniger bekannte Perspektiven auf die Bundeswehr, die mit ihren 60 Jahren schon jetzt älter ist, als jede andere deutsche Armee in der Geschichte.

Über 1.000 Objekte vom Kalten Krieg bis zur Armee der Einheit werden in der Dauerausstellung präsentiert. Aus jüngsten Einsätzen stammen der Minebreaker, das Patriot-Abwehrsystem und andere Großgeräte. Erstmals werden Objekte aus dem "Karfreitagsgefecht" der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Führungen zur Sonderausstellung

Öffentliche Überblicksführungen:

  • ohne Anmeldung, Mindestteilnehmerzahl 3 Personen
  • Dauer: ca. 90 Minuten
  • Sonntags 11 Uhr, Treffpunkt Foyer

Gruppenführungen / Historische und Politische Bildung für die Bundeswehr

Führungen für Schulklassen und andere Gruppen sind nach Anmeldung möglich, die Mindestteilnehmerzahl beträgt 10 Personen. Die Führungen sind kostenlos. Der Eintritt für Schüler im Klassenverbund und begleitende Lehrpersonen ist frei.

Anmeldung:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: (0351) 823 2851