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Bibliothek / Fachinformationsstelle

Die Bibliothek/Fachinformationsstelle des Militärhistorischen Museum ist Bestandteil der Sammlung des Museums und gleichzeitig Ort der Wissensvermittlung, der Forschung und des wissenschaftlichen Arbeitens. Der Bestand umfasst über 45.000 Dokumente, darunter 1.000 historisch besonders wertvolle Bücher und Zeitschriften.

Fachgebiete

Die Sammlungsgebiete umfassen das Militärwesen allgemein, allgemeine Geschichtswissenschaften und Militärgeschichte, Militärtechnik sowie Literatur zu den Themenkomplexen Museologie, Restaurierung, Hand- und Feuerwaffen, Orden/Varia, Uniformkunde, Fotografie und Kunst.

Der Bestand setzt sich zusammen aus:

  • 36.000 Bände an Monographien von 1851 bis zur aktuellsten Literatur
  • 1.000 historisch wertvolle Bände vom 16. Jahrhundert bis 1850, sogenannte Rara-Bestände
  • 7.500 Dienstvorschriften von der Preußischen und Sächsischen Armee über die Reichswehr, Wehrmacht, NVA bis hin zur Bundeswehr
  • 50 laufende Zeitungen und Zeitschriften
  • 670 Zeitungen und Zeitschriften, von denen nur einzelne Hefte oder Teilbestände vorhanden sind.
Nutzung

Die Bestände der Bibliothek stehen vorrangig den Mitarbeitern des Museums und allen Bundeswehrangehörigen zur Verfügung. Für Nicht-Bundeswehrangehörige ist eine Präsenznutzung nach vorheriger telefonischer oder schriftlicher Anmeldung möglich, da die Anzahl der Lesesaalplätze begrenzt ist (10). Ein Online-Katalog steht nicht zur Verfügung. Daher fixieren Sie bitte bei der Anmeldung das Thema, Sie bekommen eine ausführliche Literaturliste zusammengestellt.

Bildarchiv

Das Bildarchiv sammelt und bewahrt Papierfotografien, Bild- und Fotopostkarten, Fotoalben, Negative und Dias zur deutschen und internationalen Militärgeschichte. Insgesamt befinden sich rund eine 1.000.000 Objekte im Bestand.

Vergangenheit und Gegenwart

Die Sammlungsschwerpunkte liegen auf Alltag, Formation, Ausrüstung und Ausbildung der deutschen Streitkräfte sowie ihrem Einsatz der Streitkräfte in Vergangenheit und Gegenwart.

Bestandteile der Sammlung sind außerdem Zeugnisse aus den Anfängen der Militärfotografie, Nachlässe von Front- und Bildberichterstattern, Berufs- und Laienfotografen aus der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges, Luftbilder, Bilddokumente zur Geschichte der Bundeswehr.

Besondere Sammlungsstücke

Hunderttausende Motive des offiziellen Fotografiewesens der Nationalen Volksarmee NVA (Militärbilddienst), Privatfotografien aus dem Zeitalter der Weltkriege und die Werke einzelner Fotografen, wie dem Dresdner Arbeiterfotografen Willy Roßner und dem sowjetischen Kriegsbildfotografen G. Samsonow sind besonders hervorzuheben.

 

 

Schriftgut

In der Schriftgutsammlung werden Exponate zur Militärgeschichte gesammelt, die aus Papier, Pappe und ähnlichen Materialien hergestellt wurden. Die rund 150.000 Sammlungsobjekte reichen mit direkten und indirekten Bezügen zur Militärgeschichte vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Persönliche Dokumente von Soldaten, wie Militärpässe, Urkunden, Tagebücher oder Feldpostbriefe gehören zum umfassenden Bestand.

Weitere Bestandsschwerpunkte der Sammlung sind Plakate, Karten, Flugblätter, Zeitungen und Zeitschriften sowie Tondokumente oder Ergebnisse umfangreicher Zeitzeugenbefragungen. Gerade in schriftlichen Zeugnissen lassen sich jeweilige Argumentationsmuster und Diskurse gut erkennen ohne aus dem Zusammenhang gerissen zu werden. Sie geben Einblick in persönliche Sichtweisen, in politische Kommunikationsstrategien und gesellschaftliche Werte ihrer Zeit.

Kunst

Der Grundstein der heutigen Kunstsammlung des MHM wurde bereits 1857 gelegt. Offizier Ludwig Georg von Wurmb trug Bilder zur Geschichte der Königlich-Sächsischen Armee zusammen. Inzwischen zeugen über 1.100 Gemälde, 500 Plastiken, 12.000 Zeichnungen und Grafiken von der Auseinandersetzung ganz unterschiedlicher Künstler mit dem Thema Krieg und Militär darunter bekannte Namen wie Jacques Callot, Wilhelm Camphausen, Max Liebermann, Lea Grundig oder Bernhard Heisig.

Besonderer Fokus

In der deutschen Museumslandschaft einmalig ist die umfangreiche Sammlung von Werken, die von der Nationalen Volksarmee der DDR in Auftrag gegeben beziehungsweise angekauft wurden.