Ausstellungen

 

In der Vergangenheit waren Militärmuseen vor allem Ausstellungshallen für Waffentechnik und für die glanzvolle Repräsentation nationaler Streitkräfte. Sie wurden oft Armeemuseum genannt und wollten die Besucher durch militärische Leistungsschauen beeindrucken, meist mithilfe einer Kette von aneinander gereihten Kriegen, fast losgelöst von anderen historischen Ereignissen. Militärgeschichte war beschränkt auf Schlachten, auf Siegesparaden und waffentechnische Entwicklungen.

Im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr hingegen sind Krieg und Militär unlösbar mit der allgemeinen Geschichte verwoben und zeigt die Verästelung in die politik-, sozial-, mentalitäts- und kulturgeschichtliche Forschung. Militärgeschichte wird so in ihrer ganzen Bandbreite dargestellt. Die Ausstellung konfrontiert die Besucherinnen und Besucher mit dem eigenen menschlichen Aggressionspotential und thematisiert Gewalt als historisches, kulturelles und anthropologisches Phänomen. Ist Aggressivität evolutionsbiologisch möglicherweise in jedem Menschen angelegt, ist sie so selbstverständlich und unvermeidbar wie das Bedürfnis zu schlafen oder zu trinken? Oder ist der Gewaltanteil in uns vor allem kulturell geprägt und beeinflusst?

Im Mittelpunkt der neuen Dauerausstellung steht immer wieder der einzelne Mensch, der Gewalt ausübt oder erleidet. Es werden immer zwei Biographien von Menschen gegenübergestellt, die in der selben Zeit lebten aber unterschiedlichen Lebensentwürfen folgten oder die in ein und derselben historischen Entscheidungssituation unterschiedliche Wege gingen. Ambivalenz ist ein Schlüsselbegriff für die gesamte Dauerausstellung des Militärhistorischen Museums.

 

Elf Themenparcours und drei Chronologien sind im Grunde zwei Museen in einem und sind in der Dauerausstellung auf 10.000m² Ausstellungsfläche zu sehen, darüber hinaus sind außerhalb des Gebäudes zwei Außenausstellungen auf 3.000m² zu besuchen.   

weiterführende Informationen