Ist die Vierte Gewalt in der Krise?


Podiumsdiskussion mit Anja Reschke, Nikolaus Blome und Andreas Nowak, moderiert von Oberst Dr. Dr. Rudolf J. Schlaffer



4. Mai 2026, 18 Uhr, Eintritt frei



Als die Nationalsozialisten in Deutschland 1933 an die Macht kamen, instrumentalisierten sie die Medien für ihre ideologisch-rassistischen und propagandistischen Zwecke. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bildete deshalb nicht nur die Aufteilung der staatlichen Gewalt in Judikative, Exekutive und Legislative die Grundlage für den wiederaufzubauenden Rechtsstaat, sondern auch die Etablierung unabhängiger Medien.

Bis heute kommt dieser sogenannten Vierten Gewalt die Aufgabe zu, eine weitere Kontrollinstanz zu sein, um staatlichen Machtmissbrauch zu verhindern. Denn neben journalistisch-sachlicher Informationsvermittlung und Unterhaltung sollen sie die Organe und Institutionen des Rechtsstaats kritisch im Blick behalten. In der Gegenwart jedoch stehen Medien wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk, aber auch private Medienunternehmen zunehmend in der Kritik. Nicht wenige sind der Ansicht, dass die Krise der Demokratie im Zusammenhang mit einer Krise der »Vierten Gewalt« stehe. Die plurale Medienlandschaft sei derart gleichförmig geworden, dass dadurch die Demokratie bedroht werde, sagen die einen. Andere hingegen werfen insbesondere dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk Meinungsmache vor. Und wieder andere sehen durch das Internet ohnehin das Ende der klassischen Vertreter der »Vierten Gewalt« nahen, weil Informationsbeschaffung und Meinungsäußerung durch soziale Medien endgültig liberalisiert seien. Doch inwiefern treffen diese Kritiken zu und inwiefern tragen die medientechnischen Entwicklungen zu einer Krise der »Vierten Gewalt« bei?

Moderiert von Oberst Dr. Dr. Rudolf J. Schlaffer, dem Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr, werden darüber Anja Reschke (NDR-Journalistin und Panorama-Moderatorin), Nikolaus Blome (Ressortleiter für Politik und Wirtschaft bei RTL) und Andreas Nowak (Abgeordneter des Sächsischen Landtags und medienpolitischer Sprecher der CDU) diskutieren.

Eintritt frei

Bitte beachten Sie: Bei unseren Veranstaltungen ist die Platzkapazität begrenzt. Frühes Erscheinen wird empfohlen. Reservierungen können nicht entgegengenommen werden. Vom Freihalten von Plätzen am Veranstaltungstag bitten wir abzusehen. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung ist wenige Tage später über unsere Webseite aufrufbar.

Fotos: Anja Reschke (l.) © NDR/Hendrik Lüders, Nikolaus Blome (m.) © Benjamin Zibner, Andreas Nowak (r.) © Laurence Chaperon

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